Report 03/2012
Das Konzept „Lebensfluß“ ist ein Beitrag zum Kunstwettbewerb des Universitätsklinikums Heidelberg, Neubau Frauen- und Hautklinik, 2011/2012. Dieses Konzept sieht vor, daß auf allen Gängen des Klinikums Bildobjekte angebracht werden, die stufenweise ihre Farbigkeit verändern.
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Beispiel aus der Folge der Bildobjekte UH-002 ![]() |
Beispiel aus der Folge der Bildobjekte UH-003 ![]() |
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Beispiel aus der Folge der Bildobjekte UH-005 ![]() |
Beispiel aus der Folge der Bildobjekte UH-006 ![]() |
Konzept-Beschreibung
„Lebensfluß“ ist der Titel eines Kunstkonzepts, das sich an die Wahrnehmung innerhalb der Frauen- und Hautklinik wendet. Genauer: an die Wahrnehmung derjenigen, die im Klinikgebäude unterwegs sind – Patienten, Besucher, Personal.
Was diese Menschen verbindet, ist ein zentrales Thema: die Kontinuität des Lebens. Danach streben Patienten und ihre Angehörigen. Daran arbeiten das ärztliche und das Pflegepersonal. Die Kontinuität des Lebens rückt vor allem in den Fokus, wo es um die Neugeborenen in der Frauenklinik geht.
Die Kontinuität des Lebens ist der gedankliche Hintergrund für die künstlerische Aussage. Denn das Kunstwerk läsßt eine Ahnung spüren, welche Dimensionen, welche Vielfalt und welchen Reichtum das Leben in seiner Kontinuität beinhaltet. Diese Dimensionen, diese Vielfalt und dieser Reichtum können nur durch das Leben selbst erfahren werden. Durch das Kunstwerk jedoch wird die Erfahrung bewußt gemacht.
Das Kunstkonzept macht Lebensfluß sichtbar:
> durch seine Präsenz auf allen Wegen des Gebäudes
> durch das verbindende Leitmotiv der Richtung
> durch die formale Variationsbreite der flächigen Farbobjekte
> durch ein sich wandelndes Farbklima – passend zu den Fassaden
> durch seinen Abstraktionsgrad – fern von jeder Mimesis
Die einzelnen Objekte sind opak an den Wänden oder an der Decke und transparent an den Fenstern. Sie haben eine Originalgröße von etwa einem Meter Länge.
Das Kunstwerk „Lebensfluß“ wird den Menschen im Gebäude auf Schritt und Tritt begegnen – auf allen Ebenen der Magistrale, in den Ruhezonen und im Raum der Stille. Selbst von außen – von den Lichthöfen – kann es durch die verglasten Wände der Magistrale gesehen werden.
Über die künstlerische Aussage hinaus erzeugt das Kunstkonzept folgende Wahrnehmungswerte:
> Aufwertung des Raumes vom Funktions- zum Erlebnisraum
> Identifizierung der Menschen mit der Besonderheit ihrer Umgebung
> Individualisierung einzelner Orte durch die Variation der Objekte
> Orientierung und Wiedererkennung vertrauter Wege und Fixpunkte
„Lebensfluß“ soll zu einer Interpretation des klinischen Alltags werden.
