Burghard Müller-Dannhausen

Berichte, Dokumentationen, Darstellungen

Report 04/2011

Für das Museum für Neue Kunst in Freiburg i. Br. wurde ein Kunstkonzept erarbeitet und im März 2011 vorgestellt. Das Konzept mit dem Titel „Der offene Rahmen“ geht auf die Funktion, die Geschichte und die Identität des Gebäudes ein, um den Besuchern den Geist dieses Ortes in besonderer Weise bewußt zu machen. Im folgenden wird das Konzept ausführlich erläutert.

Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
OR-001
Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
OR-002
Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
OR-003
Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von außen
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Der Rahmen bezieht sich auf das Museum als Institution:

Das klassische Bild trägt einen Rahmen. Der Rahmen gibt dem Bild seinen
Status als Präsentationsobjekt und vor allem als Wahrnehmungsangebot.
Wahrnehmung wird in der Regel nicht ausdrücklich angeboten.
Wahrnehmung findet immer und überall statt. Wir unterliegen einem
unaufhörlichen Wahrnehmungsstrom. Der Rahmen jedoch „arretiert“
das Kontinuum unserer Wahrnehmung. Er fordert auf, das Gerahmte
zu betrachten. Eingehend zu betrachten. Sich zu versenken. Der Rahmen
schneidet ein Stück aus der sichtbaren Welt aus und macht es zu einer
eigenen Welt.

Die Funktion des Rahmens ist deckungsgleich mit der Funktion
des Museums. Auch das Museum separiert und exkludiert einen Teil
der sichtbaren Welt. Es deutet auf diese Teilwirklichkeit hin. Es führt
zu ihr hin. Und es fordert auf zur Betrachtung, zur Versenkung, zur
Auseinandersetzung und zur Verarbeitung der gewonnenen Erkenntnisse.
Ausstellen heißt, etwas der Wahrnehmung zugänglich machen, auf etwas
hindeuten, etwas unterstreichen, etwas der Wahrnehmung empfehlen.
In diesem Sinn ist das Museum ein Rahmen.

Ausstellen ist nicht die einzige Funktion des Museums. Auch das Bewahren
ist seine Aufgabe. Und gerade in diesem Sinn ist das Museum ein Rahmen.

Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
OR-011
Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Die Wahrnehmung
des Museumsbaus
von innen
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Der Rahmen bezieht sich auf das Programm des Museums für Neue Kunst:

Das Museum für Neue Kunst in Freiburg zeigt die gegenwärtige
Kunstentwicklung – einsetzend mit der Klassischen Moderne um 1900.
Sammlung und Ausstellungstätigkeit unterliegen damit einem Programm.
Dieses Programm wird durch einen historischen Fixpunkt determiniert,
durch den Beginn einer „Neuen Kunst“.

Der Paradigmenwechsel der neuen Kunst ist zugleich eine Revolution
des Rahmens. Die Kunst öffnet sich und beschreitet neue Wege –
zu neuen Konzepten des Gegenstands, zu neuen Konzepten
des Bildraums, zu neuen Konzepten der Farbe. Ebenso öffnet sich
der Rahmen. Er wird vereinfacht. Er wird weggelassen. Oder er wird
zum Teil des Bildes. Er wird thematisiert. Damit hört der Rahmen auf,
eine Selbstverständlichkeit zu sein. Er wird zu einem Parameter
künstlerischer Gestaltung – nicht länger ein Merkmal des Bildträgers,
sondern des Bildes. Er wird als Mittel benutzbar.

Die Öffnung des Rahmens ist zugleich ein Erschließen des Rahmens.
Der Rahmen wird zum Gegenstand der Betrachtung und der Reflexion.


Der Museumsbau assoziiert das Prinzip des Rahmens:

Das Museum als Institution bietet einen Rahmen. Das Museum
als Gebäude bietet ebenso einen Rahmen. Wer das Museum
für Neue Kunst in Freiburg betritt, lässt sich auf einen Rahmen ein.

Das Prinzip des Rahmens, solange es dem Museum als Ganzes zugrunde
liegt, richtet sich vor allem an den Verstand. Das Auge hingegen findet
dieses Prinzip im Detail. Es begegnet überall im Museumsgebäude
dem Prinzip des Gerahmten. Da das Gebäude in seinem architektonischen
Bestand so vielgestaltig ist, taucht das Gerahmte in vielfältigen
Erscheinungsformen auf.

Viele Details des inneren Gebäudes bekommen somit eine inhaltliche
Bedeutung. Dadurch entsteht ein Bezug zwischen den Merkmalen
des Gebäudes und den Exponaten, zwischen Verpackung und Inhalt.

Das Prinzip des Gerahmten wird zu einem Leitmotiv beim Durchschreiten
des Museumsgebäudes.

Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Das Prinzip
des Rahmens
in den Bauformen
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Die Öffnung des Rahmens wird zu einer sinnlichen Erfahrung:

Das Konzept „Der offene Rahmen“ setzt einen Gestaltungsprozess
in Gang. Eine bestehende Rahmenform wird verändert – geöffnet.
Für diesen Gestaltungsprozess wird der Türrahmen gewählt.

Der Türrahmen ist eine Form, die sich durch das gesamte
Museumsgebäude hindurch wiederholt. Der Türrahmen ist darüber hinaus
ein architektonisches Detail, das das Prinzip des Rahmens in besonderer
Weise sinnfällig macht.

Zum einen bietet der Türrahmen den Durchblick in weitere Räume
auf weitere Exponate als Wahrnehmungsangebot. Ein Ausblick,
eine Erwartung, eine Fragestellung werden gerahmt.

Zum anderen bietet der Türrahmen eine Einladung und Aufforderung
zum Durchschreiten. Ein Zugang, eine Richtungsentscheidung,
eine Bewegungsaktion werden gerahmt.

In beiden Fällen führt der Türrahmen einen Dialog mit dem Besucher.
Deshalb wird der Türrahmen einem Gestaltungsprozess unterzogen.
Er bildet das „Ausgangsmaterial“.

Der traditionelle
Türrahmen
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Erweiterung
und Bestätigung
der Rahmenform
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Fragmentierung
der Rahmenform
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
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Erweiterung
und Bestätigung
der Rahmenform
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Fragmentierung
der Rahmenform
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Die variable
Dimensionierung
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Die variable
Dimensionierung
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Die variable
Dimensionierung
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Die Farbe erschließt die Dimension der Bildhaftigkeit:

Der Gestaltungsprozess wird am Türrahmen durchgeführt –
an vielen Türrahmen – an allen Türrahmen des Museums für Neue Kunst.
Überall herrscht das gleiche Prinzip. Aber überall entsteht eine andere
Erscheinung. Jeder Türrahmen wird durch die Gestaltung individualisiert.

Die Individualisierung beruht auf der jeweils anderen Kombination
unterschiedlicher Rahmen-Fragmente. Hinzu kommt die jeweils andere
Farbstellung. Jedes Rahmen-Fragment wird zum Farbträger.
Die Gestaltung eines Türrahmens besteht aus vier Rahmen-Fragmenten
und zugleich aus vier Farben. Somit ist jede Gestaltung eine
Farb-Komposition.

Die Farb-Kompositionen haben Bild-Charakter. Sie sind mehr als eine
Farb-Kombination, als ein Farb-Experiment oder eine Farb-Demonstration.
Sie bieten eine „Epiphanie“. Sie wecken die Assoziation eines epischen
Kosmos. In diesem Sinn haben sie eine poetische Dimension.

Dabei hat der Besucher mehrere Optionen, die Türrahmengestaltung
wahrzunehmen: Zum ersten als Denkanstoß im Sinn einer Thematisierung
des Rahmens und seiner Bedeutung; zum zweiten als Orientierungshilfe
im Sinn einer Individualisierung der Durchgänge, die zwischen erstmals
gesehenen und vertrauten Türrahmen unterscheidet; und zum dritten
als epische Botschaft im Sinn eines bildhaften Betrachtungsangebots,
das zur Kontemplation und Versenkung einlädt.

Der traditionelle
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der traditionelle
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der traditionelle
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der sachlich
moderne
Türrahmen
individualisiert
durch Farbe
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Der Gestaltungsprozess setzt sich im Museumsgebäude fort:

Das Konzept „Der offene Rahmen“ begleitet den Museumsbesucher
auf seinem Weg durch das Haus.

Dieser Weg führt nicht nur durch die Türen, die die Räume verbinden,
sondern auch über die Treppen, die die Stockwerke verbinden.

Die Türen haben eine „Shuttle-Funktion“, indem sie den Besucher jeweils
einen Raum weiter bringen. Das gleiche gilt für die Treppenstufen,
die den Besucher kontinuierlich einen Schritt weiter bringen.
Auch auf der Treppe durchschreitet der Besucher – metaphorisch –
auf jeder Stufe einen Rahmen. Die Architektur bestätigt dies durch
die Einrahmung der Treppenstufen.

Deshalb wird die Gestaltung der Rahmen-Fragmentierung
von den Türen auf die Treppenstufen übertragen. Bei jeder Treppe trägt
eine der Stufen die Rahmen-Fragmentierung. So entsteht auch hier eine
Individualisierung. Es werden jedoch nicht die Stufen, sondern
die Treppen individualisiert. Denn in der Wahrnehmung dominiert
die Treppe als Summe vieler Stufen vor der Stufe als Teil einer Treppe.

Die variable
Dimensionierung
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Die Treppe
individualisiert
durch Farbe
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Die Treppe
individualisiert
durch Farbe
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Die Thematisierung des zeitlichen Rahmens:

Der Rahmen separiert eine Wahrnehmung. Im Museum für Neue Kunst
handelt es sich um die Wahrnehmung visueller Eindrücke. Doch nicht nur.
Über die visuellen Eindrücke hinaus erschließt sich dem Besucher
auch die Wahrnehmung der zeitlichen Dimension.

Die Exponate sind auf einer historischen Zeitstrecke verortet. Zeit ist
somit ein Parameter der Unterscheidung. Es gibt ein Davor, ein Danach
und ein Gleichzeitig. Es gibt zeitliche Distanzen – größere und geringere.
Und es gibt immer den Bezug zum Betrachter, zu seinen Lebensdaten
und zum Augenblick der Betrachtung. Dieser Zeitfaktor ist an die
Exponate gekoppelt.


Es gibt daneben auch den Zeitfaktur, der allein an den Museumsbesuch
gekoppelt ist. Es gibt das Davor und Danach der Betrachtungserlebnisse.
Und es gibt den Aspekt der Dauer und der Wiederholung von
Betrachtungen.

Der Faktor Zeit berührt den Besucher also sehr vielschichtig.
Gerade hier dient ihm der Rahmen als Orientierung. Denn der Rahmen
separiert auch die zeitliche Wahrnehmung. Deshalb umfasst das Konzept
„Der offene Rahmen“ die räumliche wie die zeitliche Dimension.

Die Einbeziehung
der zeitlichen
Dimension
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Die Einbeziehung
der zeitlichen
Dimension
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Der Besucher erlebt den „offenen Rahmen“:

Wer das Museum für Neue Kunst in Freiburg besucht, begegnet
einer Fülle von Eindrücken. Die Eindrücke gehen von den Exponaten aus,
aber ebenso von der Architektur mit ihren vielfältigen Details.

Das Konzept „Der offene Rahmen“ wird ein weiterer Eindruck sein.
Doch dieses Konzept bildet eine Antithese zur Fülle der Erscheinungen
durch seine vordergründige Strenge und Kargheit.

Darüber hinaus stärkt das Konzept die Einheit des Museums.
Es wird als durchgängig und immer wiederkehrend wahrgenommen.
Der Gedanke der Einheit ist zugleich der Gedanke des Rahmens.
Denn „Der offene Rahmen“ meint nicht die Aufhebung des Rahmens,
sondern die Bestätigung seiner Aufnahmefähigkeit.

Indem das Konzept die Einheit des Museums betont, bindet es
die vielfältigen Eindrücke an ihre Quelle und setzt der Entgrenzung
der Wahrnehmung „einen Rahmen“.

Rundgang durch
die Museumsräume
(vorläufige
Fotomontage)
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Rundgang durch
die Museumsräume
(vorläufige
Fotomontage)
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Rundgang durch
die Museumsräume
(vorläufige
Fotomontage)
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